Xylit oder auch Xylitol bezeichnet den Zuckeraustauschstoff E 967, der aus dem Zuckeralkohol Pentanpentol besteht. Die farblosen Kristalle des Xylit haben eine, in mehreren klinischen Studien nachgewiesene antikariogene Wirkung und sind somit im Gegensatz zu normalem Zucker weit weniger zahnschädigend. Natürlicher Xylit kommt in vielen Früchten und auch Gemüsearten vor. Die industrielle Herstellung von Xylit ist ein aufwendiges und daher relativ teures Verfahren. Aktuell wird der Zuckeraustauschstoff meist aus Resten von Maiskolben nach der Körnerernte gewonnen.
Im Gegensatz zu herkömmlichem Zucker wird Xylit im Körper unabhängig vom Insulinstoffwechsel verarbeitet. Dies bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nur minimal beeinflusst wird, weshalb Xylit auch für Diabetespatienten gut geeignet ist. Neben der guten Verträglichkeit für Diabetiker ist nachgewiesen, dass Xylit eine kariesreduzierende Wirkung hat. Diese Wirkung wurde in zwei klinischen Studienprojekten eindeutig belegt. Xylit ermöglicht somit, Speisen und Getränke zu süßen, ohne dabei das Risiko eines Kariesbefalls der Zähne zu erhöhen. Um diesen Effekt zu erreichen, ist es laut der Studien nicht notwendig, generell nur noch mit Xylit zu süßen, es ist ausreichend, den Zuckeraustauschstoff nur in einigen Lebensmitteln zu verwenden. Xylitol regt nicht nur den Speichelfluss an, sondern fördert auch die Entstehung von Zusammenstellungen von Kalzium und Speicheleiweiß im Mundbereich. Dadurch wird der Zahnschmelz nachweislich remineralisiert und gestärkt. Die anti-kariogene Wirkung von Xylit beruht darauf, dass Kariesbakterien Xylitol nicht verwerten können, was dazu führt, dass diese Bakterien absterben und somit nicht mehr zahnschädigend wirken können.
Neben der nachgewiesenen Reduktion von Kariesbakterien wurde ebenfalls durch eine Studie belegt, dass regelmässige Xylit-Einnahme zu einem Rückgang von Mittelohrentzündungen um bis zu 40 Prozent führt.